Binnengewässern Regeln

Regeln zum Angeln an Binnengewässern

Der Kescher

Kescher sind an Binnengewässern in der Niederlande komplett verboten. Kescher dürfen also nicht als Fanggerät, sondern nur zum Fische keschern (schöpfen) oder zum Transportieren verwendet werden.

Die Angel

Man darf nur mit 2 Angeln angeln und es dürfen auch keine weiteren fertigen Angeln direkt griffbereit neben dem Angler liegen. Diese müssen wenn verpackt sein, sodass diese nicht direkt zum Einsatz kommen könnten. Auch Angelgeräte, welche an Binnengewässern streng verboten sind, dürfen nicht einsatzbereit zur Verwendung offen neben dem Angler liegen.

Die Senke, welche zu den Berufsfangeräten zählt, ist an Binnengewässern in Zeeland streng verboten und wird mit einer hohen Geldstrafe bestraft.

Angelschein

Damit man in den Binnengewässern angeln darf, muss man im Besitz eines Angelscheins sein. Sollte dies nicht der Fall sein, reicht eine Genehmigung vom Inhaber. Natürlich muss eine solche Genehmigung schriftlich und mit Datum vorliegen. Ansonsten ist das Angeln an Binnengewässern verboten.

Köder

Jeder Köder, der verwendet wird, muss tot sein. Die Verwendung von Lebendködern ist strengstens untersagt und wird mit hohen Geldbußen bestraft. Mittel, welche die Fische betäuben oder gar verletzen und töten könnten sind ebenfalls verboten. Hierzu zählen zum Beispiel Kokkelkörner, ungelöschter Kalk, Mormyschka, Dynamit und natürlich alle anderen giftige, berauschende und explosive Stoffe.
Angeln in der Zeit vom 1.April – Ende Mai
Möchte man zwischen dem 1. April und dem letzten Samstag im Mai angeln, muss der Angler darauf achten, dass es verboten ist, folgende Köder zu benutzen:

  • Fischfetzen (hierbei spielt die Größe keine Rolle)
  • Wurm oder Wurmimitation.
  • Schlachterzeugnisse
  • Toter Fisch
  • Jegliche Art von Kunstköder ausgenommen der Kunstfliege (kleiner als 2,5cm)

Wer jedoch in den Gewässern von Schouwen-Duiveland, TNoord-Beveland, Walcheren, Tholen, dem Verse Meer, dem Hafen von Goes oder den Kanal von Zuid-Beveland und dem Grevelingermeer angeln möchte, ist von diesem Gesetz nicht betroffen.

Folgende Fische dürfen nicht gefangen, bzw. getötet werden

Beim Angeln in Binnengewässern in Zeeland dürfen bestimmte Fischarten nicht getötet werden. Der Aal, welcher in einem Binnengewässer gefangen wurde, ist, egal wie groß er ist, unverzüglich und unbeschadet zurückgesetzt werden. Auch der Graskarpfen soll, dank seiner speziellen Aufgabe, die er in Binnengewässern hat, wieder ins Wasser gesetzt werden.

Das Nachtangeln in Binnengewässern

Als Nachtangeln zählen das Angeln in der Zeit zwischen einer Stunde vor dem Sonnenaufgang und zwei Stunden nach den Sonnenuntergang. Das Pöderangeln ist in Zeeland immer erlaubt. Hier gibt es keinerlei Ausnahmen. Jeder Inhaber von dem Gewässer, an dem geangelt werden soll, kann das Nachtangeln ohne Angabe von Gründen verbieten. Ebenfalls ist es ihm erlaubt, das Nachtangeln an gewisse Bedingungen zu knüpfen. Bevor es also losgehen soll, muss man sich dringend informieren, ob das Nachtangeln an den Binnengewässern erlaubt ist oder nicht. An vielen großen Gewässern ist das Nachtangel erlaubt und das zu jeder Jahreszeit. Die Regel der Binnenfischerei erlaubt es, dass in manchen Binnengewässern ganzjährlich in der Nacht geangelt werden darf. Darunter fallen auch fließende Gewässer, welche in Verbindung mit einem stehenden Wasser stehen. In allen anderen Binnengewässern darf jedoch ausschließlich zwischen dem 1. Juni und dem 31. August geangelt werden, dies natürlich nur dann, wenn es mit Schildern nicht ausdrücklich verboten wird.

Weitere Regeln für das Angeln an Binnengewässern

Das Katapult / Die Futterschleuder

Da die Benutzung einer Futterschleuder in den ganzen Niederlanden verboten ist, gilt dieses Gesetz auch für Zeeland. Hier zählt, dass der Besitz einer Futterschleuder bereits strafbar ist und mit hohen Geldbeträgen von einigen Hundert Euro bestraft wird. Diese zählen zu den verbotenen Waffen und fallen unter das niederländische Waffengesetz.

Das Angelmesser

Ein Angelmesser darf in Zeeland nur eine Schneidekante haben und die gesamte Länge darf 28cm nicht überschreiten. Auch hier kommt das Waffengesetz ins Spiel, denn ein Messer, welche diesen Vorgaben nicht entspricht, fällt unter das Waffengesetz und muss teuer bezahlt werden.