Tholen / St. Philipsland

Landkarte Tholen

Lange Zeit über war Tholen eine Insel. Eine Brücke zwischen Tholen und der Provinz Noord-Brabant bildete die einzigste Verbindung. Seit geraumer Zeit existiert aber eine feste Verbindung mit St. Philipsland. Der Philipsdam und der Oesterdam verrichten seit dem Jahre 1988 ihre Arbeit. Die Verbindung zwischen St. Philipsland und dem Grevelingendamm bei Bruinisse bildet der Philipsdam auf der Halbinsel Schouwen-Duiveland. Der Oesterdam wurde im Verlauf des Deltaplanes erbaut und stellt die Verbindung zwischen Tholen und Zid-Beveland dar. Durch diese Möglichkeiten sind für die Urlauber viele interessante Tagestouren möglich. Zum Beispiel kann man sich sein Fahrrad schnappen und mit der Fähre an andere Orte kommen. In den Sommermonaten gibt es den Fährenverkehr ab Gorishoek, St. Annaland und Tholen. Damit kann man entweder zum Festland gelangen oder zu anderen zeeländischen Inseln fahren.
Tholen ist berühmt für die unangetastete Natur. Überall gibt es noch die alten Bauernhöfe, die eine idyllische Atmosphäre verbreiten. Der Blick auf das Meer und in die Ferne wird durch nichts gestört.
Überall sieht man verschiedenste Arten von Poldern, die Deiche kreuzen. Besonders der Gartenbau und die Zucht von Blumensamen machen das Gebiet weitläufig bekannt. Wer gern ein Stück Urlaub mit in den heimischen Garten bringen möchte, der kann unter den vielen verschiedenen Blumensamen wählen und diese dann säen.
Auch für Angler ist Tholen kein unbekannter Begriff. Es gibt viele Plätze, wo man angeln darf. Es werden auch spezielle Sportanglerboote vermietet, womit man dann zur See fahren kann. Diese findet man vor allen Dingen in St. Annaland und Bergse Diepsluis in der Nähe des Oesterdams.
Thole kann auch viele schöne Erholungsgebiete bieten. Besonders am Oesterdam bilden sich seit 1988 eine rasche Anzahl solcher Ausflugsziele. Die Speelmansplaten sind bei Wassersportlern begehrt. Vor allen Dingen die Windsurfer haben dort gute Möglichkeiten, ihren Sport auszuleben. Wer das noch lernen möchte, der wird sicherlich in einer der Segelschulen fündig.
Tholen ist der Mittelpunkt der Insel. Der Name stammt von einem gräflichen Zoll. Die Stadt war im Mittelalter sehr reich. Das Rathaus stammt aus der Renaissance-Zeit. Das Bauwerk fällt durch den schlanken und sechseckigen Turm ins Auge und wenn das Glockenspiel aus dem 17. Jahrhundert spielt, gibt das eine wunderschöne Atmosphäre.
Die „Onze Lieve Vrouwekerk“ wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist im gotischen Stil erbaut worden.
Heute ist Tholen berühmt für den Jachthafen.
St. Maartensdijk ist eine Hafenstadt mit langer Tradition. Der eingedeichte Pluimpot war früher einmal ein Meeresarm, der aktuell als Naturreservat genutzt wird. Eine Wanderung ist nur drumrum möglich. Nah gelegen ist das Erholungsgebiet Gorishoek. Dort findet man schöne Sandstrände, ein Trailerhelling und ein Salzwasserstrandbad. Seit geraumer Zeit wurde die Fahrrad- und Fußgängerfähre wieder in Betrieb genommen. Damit kommt man jetzt von Gorishoek nach Yerseke auf Zuid-Beveland und zurück.
St. Maartensdijk ist bekannt für ein Schloss. Es wurde von Frank van Borssele und Jacoba van Beieren bewohnt. Leider gibt es dieses Bauwerk nicht mehr, nur ein Bild im Rathaus erinnert an diese Zeit. Die Basilika aus der Spätgotik ist auch einen Besuch wert.
Im Westen der Insel findet man Stavenisse. Dieser Ort war im 12. Jahrhundert der kirchliche Mittelpunkt auf der Insel. Aktuell ist es nur noch ein kleiner Ort mit einem Sportfischer- und Jachthafen. Der Meeresanglersteg ist sogar behindertengerecht ausgelegt. Solche Bauten gibt es nur sehr selten in den Niederlanden.
Im Norden liegt die Stadt St. Annaland, benannt nach Anna van Bourgondie. Hier kann man das „De Meestoof“ Museum besuchen und die Aale aus der Räucherei kaufen. Zu verschiedenen Zeitpunkten gibt es auch die Möglichkeit zur Verkostung.
Der Wassersport wird in St. Annaland auch immer beliebter. Der moderne Jachthafen kommt da wie gelegen. Die Groden in Richtung St. Philipsland sind ein Naturschutzgebiet.